
4. Klangguren (Wirkung durch akussche Gestalt eines Satzes/Wortes)
Gleicher Anlaut zweier oder mehrerer
Wörter in unmielbarer Nähe
Mehrere Satzteile oder Sätze/Verse
fangen mit demselben
Wort/derselben Wortgruppe an
Tot ist nun, die mich erzog und
sllte,
Tot ist nun die jugendliche
Welt
Onomatopoesie
(Lautmalerei)
Wörter (o Verben), die Geräusche
des Gemeinten nachahmen, lautlich
darstellen
Bienen summen, Frösche
quaken
In aufeinanderfolgenden Sätzen sind
die Satzglieder gleich angeordnet
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in
Blüten
Muscheln, Muscheln, blank und
bunt, ndet man als Kind.
5. Bildguren (bildliche Übertragung, das konkret Gesagte weist auf ein anderes)
Sie (die Rose) siehet tausend
Blütensterne sprießen
Das Gegenteil des Gesagten ist
gemeint.
Das Artensterben nimmt kein
Ende, wahrlich da hat die
Menschheit Hervorragendes
geleistet.
Verkürzter Vergleich, ein Wort aus
einem anderen Bedeutungskontext
steht als Bild für etwas anderes, das
entschlüsselt werden muss.
Leg deine Schaen auf die
Sonnenuhren (Vergehen der Zeit,
Beginn des Herbstes)
Die blauen Frühlingsaugen
(für Veilchen)
Ersetzen eines Begris durch einen
anderen, der mit ihm in einer
sachlichen Beziehung steht.
Die Herzschrimacher (= alte
Menschen), die emsig die
Wanderwege hinaufackern.
Panzen, Tieren, Dingen, abstrakten
Begrien werden menschliche
Eigenschaen zugeschrieben
Die frühe Morgenröte lacht
Ein konkreter Gegenstand verweist
auf einen allgemeinen
Sinnzusammenhang.
Ring für Treue/Liebe
Rose für Liebe/Schönheit
Vermischen unterschiedlicher
Sinneswahrnehmungen
Das sane Säuseln des Windes,
die klingenden, singenden Wellen
Zwei Vorstellungen aus
unterschiedlichen
Bedeutungsbereichen werden
ausdrücklich durch „wie“, „also ob“ in
Verbindung gebracht.
Ach, die Wolken, wie Berge
iegen sie über die Wälder.
Methodenkoer: Rhetorische Figuren – Überblick (Auswahl)